Mars – Venus Zyklus

Mythologische Hintergründe

Venus wird in der griechischen Mythologie als Aphrodite dargestellt, als Göttin der Liebe, sinnlicher Begierde und Fortpflanzung. Der Geschichte nach stieg sie aus dem Meer auf und war das schönste Wesen, das es jemals gegeben hatte. Hephaistos, der Gott des Feuers, verliebte sich unsterblich in sie und versuchte nun alles, um Ihre Liebe zu ergattern. Er, der Sohn von Zeus und Hera, war allerdings von Geburt an hässlich. Dies empfand auch Aphrodite und wies daher all seine Bemühungen zurück.

So zwang Hephaistos seine Mutter Hera dafür zu sorgen, dass er Aphrodite heiraten konnte. Er schenkte Aphrodite den schönsten Schmuck, den er in seiner Werkstatt, in der er jede Nacht verbrachte, für sie anfertigte. Sie hatte jedoch keinerlei Interesse an ihm und nutzte jede Gelegenheit ihn zu betrügen.

Ares, der Gott des Krieges, ebenfalls Sohn von Zeus und Hera, verliebte sich nun auch unsterblich in Aphrodite, dessen Liebe sie erwiderte. Sie begannen eine leidenschaftliche Affäre, die aber eines Tages durch Helios – die Sonne – aufgedeckt wurde.

Da griechische Götter Untreue verboten, wurden Ares und Aphrodite getrennt. Dennoch wurden aus Ihrer Liebe Eros, der Gott der romantischen Liebe, sowie sieben weitere Kinder geboren.

Mars

Mars ist Herrscher des Zeichens Widder und symbolisiert die Energie, die sich ungehindert ausbreitet, aber auch Impulse, Initiative, Antrieb, Drang, Aggression, Willen, Bewegung und Kraft. Als Gott des Krieges symbolisiert er Streit, Kampf, Krieg, junge Männer, Sportler aber auch Amokläufe, Waffen oder andere Verletzungen. Schließlich werden ihm Attribute wie Tatkraft, Durchsetzung, Denkanstöße, Revierkampf und Revierverletzung zugeschrieben.

Er symbolisiert das männliche Prinzip und steht somit für die Eroberung, das Wollen und das Begehren.

Venus

Venus herrscht über die Zeichen Stier und Waage und steht wiederum für das weibliche Prinzip. Ihre Attribute sind Ausgewogenheit, Ergänzung, Ausgleich, Gleichgewicht, Schönheit, Harmonie und Sicherheit.

Ihre Eigenschaften sind Beziehungsfähigkeit und die Fähigkeit zur Hingabe, der Bildaufnahme, des guten Geschmacks und des diplomatischen Geschicks. Sie tendiert hin zu dem Ideal der Gerechtigkeit.

Die Mars – Venus Konjunktion am 19. Februar 2022

Die letzte Konjunktion zwischen Mars und Venus fand am 19. Februar 2022 auf 18° 15‘ des Zeichens Steinbock statt. Ende Februar bildete diese Konjunktion noch ein Stellium mit Pluto auf 27° Steinbock. Diese Mars – Venus Konjunktion bezeichnet einen Zyklus, der bis zum 22.Februar 2024 dauert, wenn Mars und Venus erneut auf 7° Wassermann eine Konjunktion bilden.

Eine Konjunktion zwischen zwei Planeten bezeichnet eine Union zweier Prinzipien. In diesem Fall handelt es sich um die Vereinigung des männlichen (Mars) und des weiblichen (Venus) Prinzips. In der Regel wird durch diese Konstellation eine Zeit angezeigt, die für leidenschaftliche Begegnungen steht oder auch für den Beginn einer neuen Partnerschaft.

Das Stellium mit Pluto zeichnet diese Konstellation jedoch eher als eine Zeitqualität, die durch Extreme begleitet wird.

Beziehungsebene

Hat man in dieser Zeit z.B. eine neue Beziehung angefangen, so könnte man in dieser sowohl eine Leidenschaft, eine Tiefe und Intensität erfahren, als auch einen Zwang, eine Besessenheit oder eine Verbindung, die sich als kräftezehrend herausstellt.

Solche Begegnungen dienen dazu, eine eigene Wandlung und Transformation zu vollziehen, in dem man sich seiner unbewussten Programme und Fokussierungen bewusst wird. Pluto, als Hades, der Gott der Unterwelt, bekannt, zeigt in dieser Steinbock – Konstellation an, welche bestimmenden Themen bezüglich der Partnerschaft transformiert werden können. Dies ist auch immer davon abhängig, wo sich diese Konstellation im eigenen Horoskop befindet.

Gelingt es uns Abschied von alten, destruktiven Mustern zu nehmen, wird es uns auch gelingen, eine extrem tiefe Bindung und Leidenschaft in unseren Beziehungen zu erleben.

Die Kulmination des Geschehens

Am 15. September 2022 bildeten Mars und Venus in diesem Zyklus das erste Quadrat zueinander, welches am 05. Februar 2023 nochmal exakt wird. Dieses erneute und letzte Quadrat in diesem Zyklus, bezeichnet eine Kulmination des Geschehens, welches am 19. Februar 2022 begonnen hat.

Diesmal transitiert Mars durch das Zeichen Zwillinge, sodass jetzt heftige Worte und Streitigkeiten im Beziehungsleben möglich sind. Er trifft auf Venus im Zeichen Fische, die hier nicht in ihrem Element ist. Jegliches Bedürfnis nach Sicherheit, Verbindlichkeit, Harmonie in Beziehungen ist in diesen Tagen nicht gegeben. Umso weniger lohnt sich nun zu streiten, Recht haben oder gar den Partner überzeugen zu wollen.

In diesen Tagen, um den 05. Februar 2023, geht es vielmehr darum, festzustellen, ob die eigene Transformation vollzogen wurde. Dies ist das letzte Quadrat, welches Mars und Venus in diesem Zyklus bilden, sodass im Falle einer eigenen Bereitschaft ab Mitte Februar eine neue Tiefe in den Verbindungen gelebt werden kann. Umso mehr, weil Venus am 15. Februar 2023 eine Konjunktion zu Neptun auf 24° Fische bildet.

Hat Mars als „Rächer von Neptun“ seine Aufgabe vollendet und Unstimmigkeiten in der Kommunikation sichtbar in Erfahrung gebracht, besteht in den Tagen ab dem 15. Februar kein Bedürfnis mehr nach Streitigkeiten. Jetzt geht es darum, eine tiefe, wahre und beständige Verbindung aufzubauen.

Mundanes Geschehen

Auf mundaner Ebene hat das Mars – Venus – Pluto Stellium die Ausbreitung von Gewalt, Aggression und Krieg gebracht. Insbesondere die plutonischen Eigenschaften wie das Ergreifen der Macht, der Machtanspruch und die Tyrannei kommen ans Tageslicht. Die Bildung eines Kollektivs – in diesem Falle eher zweier Kollektive, welche plutonischen Ideen unterworfen sind, hat begonnen.

Auch hier kann beobachtet werden, dass das erste Quadrat Mitte September eine Verstärkung dieser Spannungssituation gebracht hat. Diese Spannung ist Anfang Februar durch das erneute und letzte Quadrat auf mundaner Ebene stark spürbar.

Mars im Zeichen Zwillinge macht in diesen Tagen Streitigkeiten und Aggressionen, Krieg, Waffen und Machtkämpfe um das Territorium sichtbar. Die Verpflichtung, zu einer Gruppe, einem Kollektiv und einer Gemeinschaft zu gehören, wird in diesen Tagen als geistige Idee (Pluto im Steinbock) sehr präsent, ja tatsächlich zwanghaft dargestellt. Mars im Zeichen Zwillinge macht diese Energien durch verschiedene Medien und Nachrichten sichtbar. Streitigkeiten, Unstimmigkeiten und unterschiedliche Debatten sind in diesen Tagen spürbar.

Mars im Zeichen Zwillinge steht für heftige Worte. Im Quadrat zu Venus, die für Diplomatie steht, zeigen sich nun auch viele diplomatische Irrtümer und Pannen.

Diese Energie, die in diesen Tagen bestimmend vorherrscht und kollektiv erzwungen wurde, verliert, wenn Pluto am 24. März erstmalig in das Zeichen Wassermann wechselt, allmählich ihre Wirkung.

Nach MRL zeigt Venus sichtbar und real die Ebene, auf der sich Uranus auswirkt. Uranus, Herrscher des Zeichens Wassermann, transitiert durch das Zeichen Stier. In dieser Stellung warnt er davor, die Geschehnisse auf kollektiver Ebene subjektiv zu betrachten. Objektivität und Distanz sind Attribute, die Uranus jetzt verlangt.

Mars, als Rückseite von Neptun, zeigt wiederum die Streitigkeiten und Aggressionen in der Außenwelt als ein Spiegel dessen, was im Inneren des Kollektivs passiert.

Als einzelner Mensch hat man nicht unbedingt die Möglichkeit, auf das kollektive Bewusstsein Einfluss zu nehmen. In diesen Tagen ist es umso wichtiger, mit der eigenen Energie achtsam umzugehen und innere Widerstände zu verabschieden.

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